Das Leuchtturmprojekt des Zentrums, gefördert vom Schweizerischen Nationalfonds im Rahmen des Programms Bridge Discovery — dem gemeinsamen Programm von SNF und Innosuisse zur Überführung von Forschung in die Praxis. Es entwickelt datenschutzwahrende Technologien, mit denen ereignisbasierte und Längsschnittdaten — Datensätze, die dieselben Personen, Haushalte oder Unternehmen über die Zeit verfolgen — analysiert und geteilt werden können, ohne die dahinterstehenden Personen preiszugeben.
Die Arbeit umfasst drei Stossrichtungen: das Maskieren von Geolokations- und Bewegungsdaten, sodass Bewegungsmuster nicht auf eine Person zurückgeführt werden können; den Schutz von Ereignis- und Lebensverlaufsdaten, bei denen bereits die Abfolge der Ereignisse identifizierend ist; und die Weiterentwicklung der Bewertung des Wiedererkennungsrisikos über die klassische k-Anonymität hinaus, mit dichtebasierten Risikomassen und realistischen Angreifersimulationen. Die Methoden werden an realen Längsschnittdaten entwickelt und validiert — darunter das Schweizer TREE-Panel (Transitionen von der Erstausbildung ins Erwerbsleben) — und als offene, reproduzierbare Werkzeuge veröffentlicht. Das Projekt wird von Prof. Dr. Matthias Templ (FHNW) geleitet, mit Co-Investigator Prof. Dr. Murat Sariyar (BFH).